Doku Kollier Teil 3

D I – 30 09 2010

Das Kollier wurde einige Tage später doch von unaufhörlichen Windböen ziemlich ramponiert. Eine solche Beanspruchung durch die Naturgewalten war höchst außergewöhnlich. Anfang September reisten wir an, um das Objekt wieder reinzuholen und zu verladen. Nach wenig glücklichen Versuchen, die kurzen Videosequenzen, die ich dokumentarisch von der Installation machte, auf Youtube zu spielen, versuche ich es nun auf anderen Wegen, beispielsweise mit Flickr und Vimeo.

Hier jedenfalls die Resultate, nach und nach.

Kollier am ersten Abend bei Windstille >

Das Kollier blitzt bzw. blinkt bei Nacht, in Bewegung – http://www.flickr.com/photos/wulfenia/5049052047/

Am letzten Tag des Symposiums zeigte sich die Installation in vollster Pracht: Es glitzerte und bewegte sich, und die Schmuckteile reflektierten schön im Wasser >

D I – 29 08 2010

Manfred Schluder berichtet mir via Facebook, dass das Kollier Sturm und Starkregen unbeschadet überstanden hat.

D I – 26 08 2010

Auf dem offiziellen Blog zum Gailtal Art Symposium gibt es eine Online-Broschüre, in der die Arbeiten jedes Teilnehmers bzw. jeder Teilnehmerin gezeigt werden. Meine mehrfache Projekt-Partnerin Sieglinde Jank-Arrich verfasste zu einigen Werken lyrische Texte, auch zu meinem Kollier. Steht im Blog auf der Seite Gia Simetzberger | works.

Ganz weg bin ich, wie häufig das Kollier fotografiert wurde. Ich finde unzählige Fotos in allen Perspektiven und zur Tages- und Nachtzeit. Kein Wort haben diese Fotografen erwähnt… Bernd Schirner hat sogar eigene Fotosammlungen der einzelnen KünstlerInnen angelegt und diese Fotoserien in seinem Kleine Zeitung-Online Weblog veröffentlicht. Ich hatte keine Ahnung, dass er auch ein so hervorragender Fotograf ist. Und Johannes Angerbauer, der Schöpfer der goldenen Sitzsteine (Projekt Social Gold), fühlte sich zu einem Meditationsfilm inspiriert, hielt die Reflexionen des Kolliers auf dem Fluss fest – diese Lichterspiele, auf die ich an dern ersten trüben Tagen so sehnsüchtig warten musste. Den Seinen gibt’s der Herr augenblicklich!

Heute erhielt ich von Herrn DI Johannes Moser die Mitteilung, das das Kollier bis Ende September affichiert bleiben kann. Ich glaube, die Gail hat nichts dagegen, sondern fühlt sich wohl mit dieser Dekoration und berichtet auch noch der Drau davon…

D I – 24 08 2010

Bin noch immer mit dem Aufarbeiten des Materials beschäftigt und mit der Medienarbeit für das Symposium. Dabei habe ich fast übersehen, in der Kleinen Zeitung Online nachzuschauen, und zu meinem Erstaunen fand ich da erst heute mehr als ein Dutzend Fotos von der Montage am 17. August! Frau Kronhofer hat ganze Arbeit geleistet!

Kleine Zeitung Online

In der Kärntner Tageszeitung war nicht nur ein Bericht, sondern deren zwei. Nun wird auch noch in der Lebensraum-Wasser-Zeitschrift „Wasser in Fluss“ Anfang Oktober darüber geschrieben werden.

D I – 22 08 2010

Abreisetag. Das Materialzelt ist zerlegt, getrocknet, verstaut und trat mit uns nach einem Exkurs auf die Möselalm bei Weißbriach die Heimreise an. Das Kollier bleibt zurück. Merkwürdigerweise war es ein Gefühl, als ob ich ein Stück von meiner Seele auch dort zurücklasse.

Da ich heuer auch kräftig organisatorisch mithalf, raste die Zeit. Erst kurz vorm Verlassen der Gail konnte ich die Treppe ganz hinuntergehen und gönnte mir zwei Minuten, und mit den Füßen kurz ins Wasser zu gehen, erfrischte Gesicht, Hals, Hände, Oberarme.  All die kleinen bunten Blumen, die Bäume, die weißen Wolken wie riesige Wattebäusche, ruhig der Fluss. Gesegnetes Land.

Aber ich komm‘ ja wieder.

D I – 21 08 2010

Letzter Tag des Symposiums, der Tag ist wieder einmal gestückelt in Einzelteile, in denen dies und jenes passiert, passieren soll, passieren muss. Land Art II vollzieht sich wie im Zeitraffer – Otr wählne, Material auslegen, fotografieren… Bisher konnte ich die Fotos noch nicht einmal in größerer Größe anschauen, sind auf einem der sechs SD-Karten der beiden Fotoapparate, und zur Zeit betreue ich den Blog des Symposiums und schreibe „bestellte“ Pressetexte für die Gemeinde, erst dann…

Während ich Huflattichblätter für dieses „Geheimprojekt“ Land Art III holte, beobachtete ich ein Radfahrer-Pärchen, das abstieg, die Infoblätter las und – o Wunder – sie zückten die Kamera und sahen sich alles genau an. Ich freute mich wie ein Schneekönig.

Tagsüber strahlender Sonnenschein, und das Kollier zeigt nun endlich den Effekt, denn ich mir ausgedacht bzw. erhofft hatte. Wenn die Sonne direkt auf die Schmuck-Elemente strahlt und diese sich in etwas kräftigerem Wind bewegen, beginnen Lichtspiele im Wasser. Dann entstehen Lichtspuren bw. Lichtkegel, die tanzen, so wie die Figuren tanzen, und sie überkreuzen sich, wandern, wandern über das dunklere, noch leicht trübe Silberband, die Gail. Ich bin so froh und kann mich nicht sattsehen, filme…

Abends darf ich mit der kleinen Enkeltochter Laura der Familie Schluder zur Brücke spazieren und frage sie, wie „es“ ihr gefällt. Es gefällt ihr… Mir gefallen Lauras Bildcollagen auch!

D I – 20 08 2010

Heute war Herrn DI Wilfried Steiner von Wasserreich Kärnten zu Gast beim Symposium, und kurz danach erschien der Leiter des Hydrographischen Dienstes, Herr DI Johannes Moser mit drei PraktikantInnen. Es freut mich sehr, dass unseren Ehrengästen das „Kollier“ gefällt. Die Genehmigung wurde erweitert, also darf die Gail noch länger ihren Schmuck tragen.

Mitte: DI Johannes Moser, Hydrographischer Dienst

Rechts: DI Winfried Steiner, Wasserreich Kärnten

In der Dämmerung (blaue Stunde) begann ich bis zum Einbruch der Dunkelheit mit Aufnahmen des beleucheten Kolliers. Nun, sehr schwierig, aber ich denke, einige der Bilder sind ganz brauchbar!

D I – 19 08 2010

Viele Aufnahmen bei unterschiedlichen Licht- und Windverhältnissen angefertigt. Die Wirkung an Ort und Stelle kann durch Fotos nicht wiedergegeben werden. Besonders angetan bin ich selber von der nächtichen Beleuchtung, die eine schöne Wirkung erzielt. Die sich bewegenden Teile blitzen nach und nach sanft auf, darunter bildet sich auf der Gail der Lichtkegel des Halogenscheinwerfers ab.

D I – 18 08 2010

Das Kollier wurde gestern befestigt, schaut fantastisch aus. Die Montage war sehr schwierig. Die nächtliche Beleuchtung bekamen wir gestern auch noch hin.  Nachts wirkt das Objekt absolut fantastisch. Immer in Bewegung, blitzen die Objekte ständig auf, eine mystische Stimmung. Gerne hätte ich das Objekt noch weiter über die Gail gebracht, doch das Ziehen auf die andere Uferseite wurde bei wiederholten heftigen Windböen und durch das rauhe Drahtseil zu einem Hasardspiel, und so begnügten wir uns damit, dass die Gail in voller Breite überspannt wurde, wenngleich nun etwas mehr Elemente auf der südlichen Uferseite hängen. Letztendlich gar nicht so übel, weil der Effekt damit besser ist.

Die Kleine Zeitung war während der gesamten Aktion anwesend und gelangte so zu Exklusivfotos. Ein großer Bildbericht war heute in der Ausgabe der Kärntner Kleinen Zeitung zu lesen, mit Bild von mir und meinem „Gehilfen“, und mit einem Porträt des Organisators, Manfred Schluder.

zur DOKUMENTATION OEUVRE I – 21. bis 30. Juli 2010

zur DOKUMENTATION OEUVRE I – 31. bis 16. August 2010

zu Ein Kollier für die Gail


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